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20.11.2003 - Zur Geschichte des Black Jack






Black Jack? Das Glücksspiel? Ein Buch darüber?

Haben nicht Heerscharen von Mathematikern, seriösen Forschern und Erfindern unter-schiedlichster Einsatz- und Wettmethoden immer wieder versucht, die Casinos zu schlagen, haben nicht raffinierte Verkäufer „sicherer“ Systeme unerfahrenen, naiven und leichtgläubigen Zeitgenossen das Geld für teure Systeme aus der Tasche gezogen, damit diese sich – schlimmer noch – dann in der Spielbank vollends ruinieren? Stehen die Casinos mit ihrem Spielangebot, auf das Millionen von Menschen eingehen und letztlich viel Geld in diese Tempel des Kapitalismus tragen, und mit ihren gewaltigen Einnahmen nicht besser da als je zuvor, wie man beispielsweise an dem unaufhaltsa-men Wachstum der Spielerstadt Las Vegas mit all ihrer Gigantomanie, oder auch nur dem ständigen Zuwachs an Spielbanken auf bundesdeutschem Boden erkennt?

Dies alles ist richtig, aber daraus auf die Unmöglichkeit von wirklich funktionierenden Gewinnsystemen zu schließen, wäre ein wenig zu kurz gedacht. Und gerade der Ge-danke an die Möglichkeit, die Spielbanken mit ihrem eigenen Spiel auf völlig legale Weise zu besiegen, macht einen Reiz aus, dem man sich erstmal entziehen muss. Wie-so eigentlich nur Gedanke?

Das Blackjackspiel hat in den letzten – knapp – fünfzig Jahren eine Geschichte ge-schrieben, die an Faszination kaum zu überbieten ist und deren Kern die Entwicklung tragfähiger Techniken zum langfristigen Gewinn auf streng mathematischer Basis be-inhaltet. Dies sowie die Tatsache, dass vieles von dem, was mittlerweile über Black-jack bekannt ist, noch gar nicht auf dem deutschen Buchmarkt publiziert worden ist, ist Teil der Motivation für die Veröffentlichung dieses Buches. Man stelle sich die Sichtweise eines Autor vor, der sich selbst seit mittlerweile mehr als 20 Jahren mit vielen Facetten dieses Spiels beschäftigt, der, selbst Physiker von Beruf und nicht ganz unerfahren in der Analyse verwickelter Zusammenhänge, von der mathemati-schen Herleitung der Basisstrategie bis hin zur möglichst unauffälligen Anwendung diverser Gewinntechniken im Casino, ziemlich viele der Höhen und Tiefen kennen ge-lernt hat, die dieses Spiel bereithält, und der jetzt einen kompakten Teil des angesam-melten Know-how dem interessierten Leser in die Hand geben möchte. Wer das tut, der kann sich ein Bild machen von der Intention dieses Buches, dessen Versuch, ein „Handbuch“ zu sein, sich aus dem weiten Bogen über all das ergibt, was bei der Be-wältigung von „Theorie“ und „Praxis“ zu überspannen ist.
Doch wollen wir nicht den Inhalt des ganzen Buches bereits mit diesem ersten Ab-schnitt erschlagen...

Zur Geschichte des Blackjack

Die Geschichte des Glücksspiels auch nur einigermaßen zu umreißen, ist eine Aufga-be, die den Rahmen des vorliegenden Themas deutlich sprengen würde und die auch gar nicht noch einmal mehr gelöst werden muss – wer an der richtigen Stelle nach-schlägt, der findet die meisten Antworten auf seine Fragen. Und anstatt hier 100 Quel-len aufzulisten, wird nur eine einzige genannt, die es dann aber schon wert ist, genannt zu werden, nämlich das einführende Kapitel bei Epstein [EPS].

Daher sollen hier ein paar allgemeine Sätze zur Entwicklung der Karten- und Glücks-spiele sowie zur Historie des Blackjack genügen.
Dass die Kartenspiele weit vor der Zeitenwende in den Tiefen des indischen Subkon-tinents erfunden wurden, dass Glücksspiele bereits vor mehreren tausend Jahren das Leben in China, später dann im alten Griechenland um spannende Momente bereicher-te, mag nur für historisch Interessierte von Bedeutung sein. Dass es in Europa um 1600 die ersten 52-Karten-Decks gab, dass in Frankreich um 1700 die Vorläufer des Blackjack als Abkömmlinge des „chemin de fer“ unter der Bezeichnung „vingt-et-un“ aufkamen und dass in den Vereinigten Staaten in den ersten Jahrzehnten des 19. Jh. das Spiel „twenty-and-one“ hieß, führt uns der Gegenwart schon um große Schritte näher.

Der Name „Blackjack“ entstammt einer Sonderregel, der zufolge demjenigen Spieler, dessen erste zwei Karten aus Pik Bube und Pik Ass bestanden, ein zusätzlicher Ge-winn zustand – leider ist dies Vergangenheit.
Interessanterweise wurde das Glücksspiel beispielsweise im US-Bundesstaat Nevada im 19. Jh. zunächst als legal deklariert und dann wieder verboten, und erlangte den heutigen Status des Eldorado für Gambler erst Anfang der 30er Jahre wieder. Nur ein weiterer Bundesstaat, nämlich New Jersey im Jahre 1978, hat mit seiner Atlantic City – abgesehen von Indianer-Reservaten, Mississippi-Dampfern und einigen speziellen Orten – in den USA das Glücksspiel als legal erklärt.

Heutzutage ist das Blackjackspiel außerdem in der Karibik, in Europa, Asien und Australien weit verbreitet, hat in den Spielbanken Deutschlands aber erst in den 1970er Jahren richtig Fuß gefasst.

In Deutschland kann man ab dem 18. Jh. von einem Glücksspielbetrieb sprechen, der den Duodezfürsten des kleinstaatlichen Deutschland durch die Abgaben der Betreiber eine willkommene Einnahmequelle bot. Zu den frühen Spielbanken zählen Bad Hom-burg, Bad Pyrmont, Wiesbaden und natürlich Baden-Baden – alles mondäne Bäder, in denen überwiegend Roulette gespielt wurde. Das allgemeine Misstrauen gegenüber Glücksspielen in Deutschland hinterließ jedoch ab der Mitte der 19 Jh. mit der politi-schen Bewegung hin zu einem vereinigten Deutschland seine Spuren – die Gründervä-ter des zweiten Deutschen Reiches sorgten schließlich unter Bismarck für ein kom-plettes Verbot allen Glücksspiels. Nach einem kurzen Intermezzo während der Zeit des Nationalsozialismus, das durch den Krieg in Deutschland beendet wurde, begann die Jetzt-Zeit um ca. 1950 mit der (Wieder-)Eröffnung der klassischen deutschen Spielbanken.

Das Blackjackspiel gesellte sich in den Siebziger Jahren dazu, das – bis auf wenige Ausnahmen – in allen bundesdeutschen Spielbanken angeboten wurde. Stets wurden die Karten aus einem Kartenschlitten gezogen, in dem sich die Karten von 4, 5 oder 6 Decks zu je 52 Karten befanden – im Gegensatz zu der Handhabung in den USA, wo es immer auch Blackjacktische gab und gibt, an denen die Karten aus nur einem Deck aus der Hand des Dealers gezogen werden.
Allmählich wuchs die Zahl der Spielbanken in den achtziger Jahren auf ca. Mitte 20 an. Die niedrigen Minimaleinsätze, gemessen an dem Durchschnittsverdienst des am Wirtschaftsaufschwung teilnehmenden bundesdeutschen Arbeitnehmers, trugen mit zu einer weiteren Verbreitung des Glücksspiels und einer zunehmenden Anzahl von Ca-sinos auf ca. 50 (ohne reine Automatensäle) in 2003 bei – weitere Konzessionen sind beantragt oder vergeben, neue Casinos im Bau befindlich. Der Charakter des mondänen "großen Spiels" ändert sich, es gibt mehr und mehr Automaten, der Kra-wattenzwang fällt immer häufiger weg, und Rahmenprogramme mit und ohne Ver-kleidungen, Lifedarbietungen und Turniere aller Art lockern den Spielbetrieb mehr und mehr auf – das gewöhnliche Volk soll Einzug halten und hat es bereits getan.

Sowohl das Automatenspiel als auch die starke Verbreitung von Internet-Casinos – ob illegal oder nicht – machen dem großen Spiel kräftig Konkurrenz – zuletzt wurde über abnehmende Umsätze und sogar über Spielbanken berichtet, die das personalintensive Spielangebot am Tisch ernsthaft in Frage stellen.
Und auch das Blackjackspiel selbst ist Änderungen unterworfen. Wieder geht das Mutterland USA mit gutem Beispiel voran und bietet eine Fülle von Regelvarianten, von Unterschieden in der Anzahl und Handhabung der Karten und selbst der Auszah-lungsmodalitäten an. Auch dies hat auf Deutschland abgefärbt, wie man an diversen Zusatzwetten wie Over/Under13 oder dem SuperJack erkennt.
In deutschen Casinos gibt es die amerikanische Variante des Ziehens der Karten aus der Hand des Croupiers bei ein oder zwei Decks zwar nicht, die Verwendung von e-lektromechanischen Mischmaschinen („automatic shuffling devices“) als Alternative zum Kartenschlitten jedoch hingegen breitet sich aus. Diese Apparate sollen u.a. die als zeitaufwendig und damit Umsatz schädigend aufgefassten Mischpausen nach Ende des Durchlaufs eines Kartenschlittens überflüssig machen.

Die Entwicklung von Spielstrategien

Interessanterweise ist ein modernes Teilgebiet der Mathematik, nämlich das der Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik, aus dem Bemühen der Mathematiker des 16. und 17. Jahrhunderts entstanden, die Gesetzmäßigkeiten von Glücksspielen zu verstehen, von Vorgängen also, bei denen der Zufall eine entscheidende Rolle spielt. Die Namen Laplace, Pascal, Fermat, Cardano oder Bernoulli dürften so manchem Le-ser wieder Zeiten des Mathematikunterrichts aus der Schulzeit ins Gedächtnis rufen.

Mathematisch betrachtet, ist das Blackjackspiel ein Spiel für nur einen Spieler, da das Verhalten des Croupiers einem starren Schema folgt und keinerlei Freiheiten lässt – könnte mehr als ein Spieler frei entscheiden, dann wäre die Sache schlagartig noch weitaus komplizierter, wie man an den bis heute in den Anfängen steckenden Versu-chen erkennt, beispielsweise Empfehlungen für das Verhalten beim Pokerspiel bei nur zwei Teilnehmern in einer griffigen Strategie zu formulieren. Dies macht eine genaue Analyse des Blackjackspiels prinzipiell einfacher, als dies bei Spielen mit zwei oder noch mehr freien Entscheidungsträgern der Fall ist.

Obwohl die Spieltheorie – ein Kind des frühen 20. Jahrhunderts – für eine Bestim-mung einer optimalen Spielweise im Blackjack gar nicht benötigt wird, hat sie das Entstehen diverser Abhandlungen um 1950 über die richtige Strategie im Blackjack mit angeschoben. Deren Inhalte jedoch beruhten mehr auf Erfahrung und Schätzung als auf präziser Analyse, und wiesen Ungenauigkeiten gegenüber dem, was nun bald kommen sollte, auf. Ansätze, die Chancen bei diesem Spiel exakt zu berechnen, hat es einige gegeben, die aber allesamt das Problem nicht grundsätzlich lösen konnten.

Der Urknall des Blackjack ereignete sich im Jahre 1956, als endlich eine Vierergruppe um Roger Baldwin den entscheidenden Ansatz fand, der zum Erfolg führte. Ihr bahnbrechender Artikel in einer renommierten US-Fachzeitschrift [BAL] brachte eine erste vollständige mathematische Analyse des Spiels. In dieser Arbeit werden erstmals Er-wartungswerte für das Black-Jack-Spiel hergeleitet und daraus eine für alle denkbaren Situationen korrekte optimale Spielstrategie entwickelt, die so genannte Basisstrategie. Wenn der Spieler die Inhalte der Zieh-Vorschriften, die in den zu dieser Basisstrategie gehörenden Tabellen enthalten sind, richtig anwendet, so erzielt er langfristig das bestmögliche Resultat, das er ohne Ausnutzung weiterer Kenntnisse überhaupt erzie-len kann. Der praktische Wert dieses Durchbruchs lässt sich anhand der Werte für die Gewinnerwartung E eines Spielers bemessen. Ein Black-Jack-Spieler, der das Ver-halten der Bank imitiert, erreicht ein E von ca. –5.7%, bezogen auf seinen Einsatz. Ein Spieler, der das andere Extrem bevorzugt und sich niemals überkauft, schafft ca. –6.4%. Zum Vergleich seien auch die Zahlen für das Roulette bei Plein (–2.7% bzw. –5.4% bei Berücksichtigung des Tronc) oder einfachen Chancen (–1.35%) genannt.

Nun die Basisstrategie beim Black Jack: Befolgt ein Spieler die optimale Spielweise genau, dann kann er in Deutschland ca. –0.7% erreichen – in USA kommt er aufgrund meist günstigerer Gegebenheiten (Spielregeln und Anzahl verwendeter Karten) noch näher an die Null-Linie heran, unter sehr vorteilhaften Bedingungen überschreitet er sie sogar um Haaresbreite!
Leider taugt die Basisstrategie aber noch nicht zum endgültigen Durchbruch, nämlich dem langfristigen Gewinn. Dazu sind weitere Maßnahmen erforderlich, die im Jahre 1962 erstmals der amerikanische Mathematikprofessor E.O. Thorp mit seinem unter Blackjack-Anhängern mittlerweile zum absoluten Kultbuch avancierten »Beat the Dealer« [THO] aufgezeigt hat. Dieses Werk, das übrigens 1963 einen Platz in der Bestsellerliste der New York Times errang, enthält eine präzise Beschreibung mehre-rer Gewinnsysteme, sowie die Aussage, dass man durch eine geeignete Technik zum Merken gefallener Karten – gleichgültig, ob aus einem Kartenschlitten oder aus der Hand des Croupiers gezogen – langfristig gegen die Bank gewinnen kann.

Damit war das Kartenzählen oder Card Counting geboren. Dass das Mitzählen der Karten nach einem bestimmten Schlüssel für den Spieler vorteilhaft sein kann, lässt sich leicht plausibel machen. Hat man in einem Bereich des Kartenstapels beispiels-weise besonders viele Asse und Zehner, so wird es in der Folge viele Blackjacks ge-ben, die sowohl für die Bank als auch für den Spieler Vorteile bringen – diejenigen für den Spieler sind aber größer, da der Blackjack für ihn im Verhältnis 3:2 ausbezahlt wird. Des weiteren ist die Gefahr des Überkaufens bei einer überproportionalen Dichte an Zehnen und Bildern größer geworden, was der schlaue Spieler durch ein zurückhal-tenderes Ziehverhalten kompensieren kann – nicht jedoch die Bank. Gelingt es dem Spieler nun, solche und andere Situationen ausfindig zu machen, in denen seine Chan-cen erhöht sind, so kann er bei sicherem Erkennen einer vorteilhaften Situation seinen Einsatz deutlich erhöhen und auf diese Weise seinen anfänglichen Nachteil in einen Vorteil umwandeln. Das Ganze resultiert dann in einer exakten Anleitung, bei wel-chem Zählstand der Karten nun welcher Einsatz zu tätigen und welche variierte Zieh-strategie anzuwenden ist – nicht ganz einfach, aber bei entsprechender Übung zu be-wältigen.

Thorp selbst hat in seinem Buch verschiedene Zählsysteme vorgestellt und bewertet. Dies war der Startschuss für einen beispiellosen Wettstreit unter Programmierern und Mathematikern um das beste Kartenzählsystem. Dabei kam es stets auf die geschick-teste Variation der Einsätze und der strategischen Spielentscheidungen an. Eine eben-so große Rolle für die Praxis spielte dann die Frage, ob ein gewöhnlicher Sterblicher diese Empfehlungen aufgrund ihrer Komplexität im Casino auch tatsächlich anwenden kann. In diesem Zusammenhang verdient der IBM-Meisterprogrammierer Julian Braun besondere Erwähnung, dessen Buch [BRA] Zeugnis ablegt über eine Titanen-arbeit zur Simulation von Blackjackspielen auf IBM-„Mainframe“-Computern unter verschiedenen Bedingungen.
Als Beleg für den neudeutsch wohl als Hype zu bezeichnenden Rausch, der den ame-rikanischen Kontinent benebelte, mag das Erscheinen des Aufsatzes »The Professor (Thorp) who Breaks the Bank« aus dem Jahr 1964 im angesehenen amerikanischen Massenblatt LIFE [LIF] dienen. Thorps beeindruckende Erfolgsstory wurde auch vom deutschen Magazin DER SPIEGEL [SPI] zur Kenntnis genommen, obwohl zu jener Zeit in Deutschland noch gar kein Blackjack gespielt wurde.

Eine Welle von Spielern überzog nach der Lektüre der ersten und zweiten Ausgabe von Thorps Buch (1962 und 1966) die amerikanischen Casinos, um die neuen Ge-winnsysteme auszuprobieren. Spielbanken finden es zwar sehr werbewirksam, wenn ab und zu mal ein Gewinner im Roulette unter großem Getöse der Öffentlichkeit prä-sentiert wird, aber auf Dauer wenig witzig, wenn ein guter Spieler mit Methode jedes Mal mit einem (statistischen) Gewinn das Haus verlässt. Einer? „Beat the Dealer“ war ein Bestseller, und Heerscharen von guten Blackjackspielern oder solchen, die sich da-für hielten, strömten an die Blackjack-Tische. Die Gegenreaktion ließ nicht lange auf sich warten! Sie kam in Form von Regeländerungen und verschiedenen Verschlechte-rungen der Spielbedingungen – das Spiel hieß zwischenzeitlich nur noch „Pseudo-Blackjack“.
Da die Spiel- und Setztechnik eines erfolgreichen „Counters“ stets einem gewissen Schema folgt, war es den in den Spielbanken abgestellten Beobachtern der Blackjack-Tische (u.a. durch Videokameras) nach relativ kurzer Zeit möglich, einen Counter von einem „normalen“ Spieler, sprich einem willkommenen Verlierer, zu unterscheiden. So konnten die Spielbankleitungen verschiedene Behinderungen der Spieler ganz ge-zielt einsetzen. Zum Standard-Repertoire der Abschreckung in amerikanischen Casi-nos gehörte alsbald auch das letzte Mittel, nämlich die unter Umständen zeitlich unbe-fristete Sperrung eines Spielers, die im übrigen prinzipiell jeden Spieler ohne Angabe der tatsächlichen Gründe treffen kann.

Da hielten die entschlossenen Blackjackspieler wieder gegen und ließen sich immer neue Tricks zur Tarnung einfallen, wie es z.B. der amerikanische Berufsspieler Ander-son [AND1] amüsant beschrieben hat.

Auf welche Spitze die Justiz versessenen Amerikaner den Kampf um das Card Coun-ting trieben, zeigt ein Bericht des Magazins STERN [STE], welcher einen juristischen Prozess zum Gegenstand hat. Immerhin hatte der amerikanische Berufsspieler Ken Uston in den siebziger Jahren zur Unterstützung seiner mentalen Fähigkeiten elektro-nische Rechner an seinem Körper, u.a. in den Schuhen, untergebracht, und die sich daraufhin einstellende sechsstellige Gewinnsumme veranlasste die Gorillas in den Ca-sinos, etwas genauer hinzusehen. Mit Unterstützung des FBI kam der Gerichtshof al-lerdings zu der Erkenntnis, dass Uston nicht betrogen, sondern nur Informationen wei-terverarbeitet hatte, die jedermann frei zugänglich waren – im Original nachzulesen im „Big Player“ [UST].

Vor Leuten wie Uston – diesmal ohne Taschenrechner – schienen sich die deutschen Casinochefs lange Zeit über ziemlich sicher gefühlt zu haben, denn der Direktor der Hamburger Spielbank hat nach einem Besuch Ustons, der natürlich auch mit einem standesgemäßen Gewinn endete, in einem Interview des Magazins PLAYBOY [PLA] auf die Frage, was er denn bei Ustons regelmäßigem Erscheinen gegen diesen zu un-ternehmen gedächte, mit einem schlichten „Nichts“ geantwortet. Dieser Ausspruch je-doch entstammt einer Zeit, in der das Wort „Counter“ in Deutschland noch weitge-hend ein Fremdwort war.

Aber auch in den USA gab es eine gewisse Entspannung beim Casino-Management, als sich nach Rücknahme der Regeländerungen herausstellte, dass sich die befürchte-ten Verluste im Blackjack gar nicht einstellten. Der Grund dafür war einfach: Die bei Thorp etc. vorgestellten Systeme waren schon in Ordnung, die Leute haben sie nur nicht richtig angewandt, wie sich anhand zahlloser Beispiele belegen ließ.

Seit einigen Jahren werden – nicht nur in den USA – Mischmaschinen („continuous automatic shuffling devices“) eingesetzt, deren Zweck nicht nur in der Vermeidung von Mischpausen besteht, sondern auch darin, Card Counter zu vertreiben – wo kein Schlitten mit Anfang und Ende mehr ist, da ist auch das bis dahin betriebene Karten-zählen nicht mehr ohne weiteres anwendbar. Aber auch viele „normale“ Spieler ziehen den Schlittenbetrieb vor und meiden dieses Spiel lieber. Also werden unterschiedliche Typen dieser Apparate eingesetzt, solche, die nur einen zweiten Kartenstapel mischen, während der erste gespielt wird und es am Ende doch wieder einen Kartenschlitten gibt – ein aufmerksames Beobachten der Szene lohnt sich in Las Vegas wie im Rest der Welt, und für Card Counter bieten sich auch heute noch vielerlei Möglichkeiten.

Der Autor hatte nach Abschluss seines Physikstudiums ebenfalls das seltene Glück, einen Traum vieler Menschen ausleben zu dürfen, als er als Mitglied eines kleinen Teams von Spielern (daher das gelegentliche „wir“, wenn im Text Begebenheiten aus dieser Zeit wiedergegeben werden) viele Spielbanken Mitteleuropas bereiste, mit gro-ßem Einsatz Blackjack spielte und nach etwa einem Jahr mit Gewinn abschloss. Damit war nach anfänglicher großer Skepsis in der Praxis durch eigene Erfahrung nachge-wiesen, dass in diesem Spiel beachtliche Gewinnmöglichkeiten stecken!

Die Story des Autors und seines Teams ist – wo sonst – in einem Herrenmagazin un-ter dem Titel „SIE RITTEN DEN GOLDESEL“ [LUI] nachzulesen. Sozusagen als mathematisch-seriöses Pendant entstand kurz darauf der populärwissenschaftliche Ar-tikel „GEPLANTES GLÜCK BEIM BLACKJACK“ des renommierten Magazins BILD DER WISSENSCHAFT [BDW], in dem der Autor einen Überblick über das Black-Jack-Spiel gibt. Als Sahnetupfer wurde von denjenigen Mitgliedern des damali-gen Teams, die sich in der Öffentlichkeit zu zeigen wagten, ein Besuch in der Talk-show „LEUTE“ bei Wolfgang Menge (NIII am 3.10.1983) aufgefasst – wo sich dann allerdings offenbarte, dass es selbst bei einem erfahrenen Talkmaster an ein Kunst-stück grenzt, einem nicht vorbelasteten Zuhörer ein paar Grundbegriffe des Blackjack und die Meilensteine auf dem Weg zum Gewinn in den üblichen paar Minuten eines Fernsehinterviews nahe zu bringen!


Aufbau und Inhalt meines neuen Buches "Black Jack - Handbuch für Strategen"

Wie bereits im Vorspann angekündigt, entstammt dieses Buch der Feder eines Autors, der sich ein bisschen was vorgenommen hat.
DER rote Faden in diesem Buch ist trotz des zeitlichen Abstandes zu den wilden Jah-ren des Blackjack der Weg zum Card Counting, und zwar theoretisch und praktisch.

Ein wesentlicher Gedanke bei der Gestaltung des Buches war die Idee, gerade den en-gagierten Leser „mitzunehmen“ auf dem hier beschrittenen Weg (der in der histori-schen Entwicklung ganz anders ausgesehen hat!), auf dem die meisten der vorgestell-ten Resultate durch eigene Rechnung oder Simulation hergeleitet oder nachvollzogen wurden. Dass – wie bei der Bewältigung des Ruinproblems – ein erster Anlauf manchmal nicht ausreicht, das Problem zu lösen, sorgt vielleicht sogar für ein wenig Spannung: Schafft er es nun, auf lange Sicht gegen die Bank zu gewinnen, und wenn ja, worauf muss er besonders achten, und wie gut wird er dann ?

Dieses schöne Ziel darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es das Hauptanliegen des Buches im Verlaufe seines Kerntextes (zunächst ohne die mathematischen Anhänge) ist, dem Anfänger eine leichtverständliche Einführung in das Black-Jack-Spiel zu ge-ben und diese mit vielen Abbildungen, Beispielen und Aufgaben zu illustrieren. Je-doch, wie es der Deutschen Lieblingsgenie Albert Einstein bei nicht ganz so simplen Themen treffsicher vorschlug, soll man die Dinge zwar so einfach wie möglich, aber nicht noch einfacher darstellen...

Dem Leser soll die Chance gegeben werden, in der Anwendung des ausgewählten Kartenzählsystems anhand eines Trainingsteils eine gewisse Übung und Souveränität zu erlangen. Oder, um es noch etwas klarer auszudrücken: mit Hilfe diverser Übungen wird versucht, dem Leser, der die Entschlossenheit besitzt, sich wirklich auf dieses Spiel einzulassen, in die Lage zu versetzen, unter geeigneten Voraussetzungen gegen die Bank zu gewinnen. Dahinter steckt die Überzeugung und die eigene Erfahrung, dass auch mathematisch weniger vorbelastete Spieler bei ausreichendem Training in der Lage sind, das Card Counting erfolgreich anzuwenden.

Nun zu einem sensiblen Thema: Mathematik, Formeln, Herleitungen. Natürlich hätte man ein Buch ganz oder fast ohne Gleichungen schreiben können, und die Leistung, einen wissenschaftlichen oder technischen Sachverhalt ohne Abtauchen in die Ma-thematik so darzustellen, dass die wesentlichen Inhalte auch vom „Laien“ verstanden werden können, halten sich so manche Verfasser zu Recht zugute.

Bei diesem Thema jedoch, das, wie wir wissen, selbst einen Anstoß zur Fortentwick-lung der Mathematik (des 17. Jh.) gegeben hat, ist der Autor der Überzeugung, dass ohne ihre Benutzung dann ein ganz wesentlicher Bestandteil fehlen würde. Man kann die Basisstrategie ohne Gleichungen einfach nicht herleiten – Generationen von Spie-lern haben ja versucht, aus Erfahrungswerten und logischen Überlegungen eine or-dentliche Strategie zu bauen – mit mäßigem Erfolg, wie wir wissen. Man kann ohne Mathematik keine Strategiezahlen für das Card Counting gewinnen – mit Simulatio-nen schon, aber damit haben wir das Problem nur in die Computerei verlagert und sind außerdem auf aberwitzig hohe Anzahlen von Spielen angewiesen. An dieser Stelle darf ein Hinweis auf das Plädoyer in der Griffin’schen „Introduction“ [GRI, S. 4f] für ein Verständnis der Aussagen und Resultate sowie ihrer Nachvollziehbarkeit anstelle reiner Computergläubigkeit nicht fehlen. Auch wenn das ein wenig antiquiert sein mag – der Autor schließt sich dem an!

Und das Ruin- und Einsatzproblem systematisch zu behandeln, ohne sich zugrunde liegende mathematische Gesetzmäßigkeiten aus der Statistik vor Augen zu führen und daraus einen Fahrplan für den Umgang mit dem eigenen Spielkapital abzuleiten, ent-behrt einfach einem Fundament, das sich derjenige gönnen sollte, der die Möglichkeit dazu hat – und mit dem Kapitel „Einsätze und Simulationen“ (nebst Anhang dort) kann sich jeder Leser ein solches Fundament selbst aufbauen.

Gewissermaßen ein Konflikt also, ein lesbares Buch für Nicht-Mathematiker mit wichtigen Informationen und Übungen zum How-To des professionellen Black-jackspiels zu schreiben, aber gleichzeitig so viel mathematischen Tiefgang zu bringen, dass die Aussagen en détail nachvollzogen werden können.
Der Versuch, diesen Widerspruch der Interessen zu lösen, besteht nun darin, die ma-thematisch geprägten Ausführungen nicht mit schlechtem Gewissen in den Text hin-einzumogeln, sie auch nicht in einen gewaltigen Anhang zu stopfen, den allein auf-grund seines Umfangs keiner mehr durchschaut, und schon gar nicht, sie einfach weg-zulassen. Die Idee besteht darin, diese Passagen an das jeweilige Kapitel als eigenen Abschnitt anzuhängen. Wie bei solchen Unterteilungen üblich, kann das Buch dann auch ohne Lektüre dieser Theoriebrocken gelesen und verstanden werden. Wer aber dem mathematischen Formalismus folgen kann, dem wird bereits hier empfohlen, dies auch zu tun – es finden sich mit großer Wahrscheinlichkeit Aussagen und Herleitun-gen, die auch dem beleseneren Blackjack-Spieler neu sein dürften!
Diesem sei schon hier mitgeteilt, dass sich besonders im Kapitel über die Einsatzhö-hen neue Erkenntnisse aus einer Simulation des Ruinrisikos ergeben, die bisher be-kannte Einsatz-Empfehlungen zum Teil revidieren (Stichwort: Ruinformel).

Ein weiterer Grund für das Erscheinen dieser Theorieteile ist die Tatsache, dass dem Autor keine auch nur ansatzweise ähnliche Behandlung des Themas auf dem deutsch-sprachigen Buchmarkt bekannt ist und – last not least – einige Aussagen und ihre Her-leitungen der Öffentlichkeit bisher überhaupt vorenthalten wurden.

Vor dem Hintergrund unterschiedlichster Schwerpunkte sei mit dem Cordonnier [COR1] ein weiteres Buch über Blackjack in deutscher Sprache erwähnt, in dem die Themen bis hin zur Basisstrategie sicherlich eine mathematisch rigorosere Behand-lung genießen, jenes Buch die Themen ab dem Card Counting jedoch nur noch in An-sätzen streift. Aufgrund des fehlenden Praxisteils hält sich der Anteil der Überschnei-dungen zwischen diesen beiden Werken somit in Grenzen.
„Rigorose Behandlung“: Trotz einem gewissen theoretischen Anspruch werden in die-sem Buch keine allgemeinen Betrachtungen über Nutzenfunktionen oder „Utility functions“, über die Theorie der Entscheidungen in unsicheren und Risiko behafteten Situationen, angestellt, sondern von einem intuitiven Verständnis von „Gewinnmaxi-mierung“ bzw. „Verlustminimierung“ ausgegangen, die durch die Definition der Ge-winnerwartung zumindest für den Umfang dieses Buches ausreichend sind. Dem an entsprechendem Tiefgang interessierten Leser sei außer dem Cordonnier auch der Ep-stein [EPS] empfohlen.

Nun endlich werden wir konkreter. Im Kapitel Grundlagen werden zunächst die Aus-rüstung des Spiels im Casino sowie die Regeln mit Schwerpunkt auf den Gegebenhei-ten in deutschen Spielbanken erklärt. Dabei werden auch Regelvarianten sowie Zu-satzwetten besprochen. Wegen der besonderen Bedeutung der USA als Mutterland des Blackjack und der Konzentration einer unglaublichen Dichte an Spielcasinos an Orten wie Las Vegas, Reno oder Atlantic City werden die in Nordamerika anzutreffenden Bedingungen ebenfalls erwähnt, die sich in verschiedenen Details von den deutschen Gegebenheiten unterscheiden.

Ein Verständnis für das Zustandekommen der optimalen Spielweise wird im daran an-schließenden Kapitel Basisstrategie entwickelt, das in die Beschreibung der optimalen Spielweise in jeder möglichen Situation mündet. Durch geschicktes koordiniertes Spiel zweier Partner („Caller-Rider“) lassen sich die Gewinnchancen weiter erhöhen.
Der Theorieteil dieses Kapitels ermöglicht es dem zum Äußersten entschlossenen Le-ser, das Zustandekommen der Basisstrategie detailliert nachzuvollziehen.

Das Kapitel Card Counting diskutiert das Kartenzählen als grundlegende Methode zum Erreichen langfristiger Gewinne. Dabei wird schwerpunktmäßig das Hi-Lo-System dargestellt, das eine hohe Ausbeute an nutzbaren Chancen mit einer relativen Einfachheit in der Anwendung bietet.

Auch hier gibt es wieder einen Theorieteil, nach dessen Genuss man das Zustande-kommen der wesentlichen Zählvorschriften und Strategiezahlen verstehen können sollte (richtig verstanden hat man es dann nach dem zweiten Durchlesen...).

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Praxis bildet das Kapitel Einsätze und Simula-tionen, das die Bestimmung der notwendigen und erlaubten Einsatzhöhen zum Ge-genstand hat. Dabei geht es um den benötigten Kapitalstock und um ein Verständnis für das unvermeidliche Ruinrisiko für das bereitgestellte Kapital. Ein haariges Thema, das aber aufgrund der naheliegenderweise hohen Bedeutung für den Spieler einer sehr ausführlichen Behandlung bedarf!

Der Teil Praxis unterstreicht den Versuch dieses Buches, Theorie und Praxis mitein-ander zu verknüpfen, und viele Anregungen zum Erlernen der Basisstrategie, des Kar-tenzählens, der Variationen der Spielstrategie und der korrekten Bestimmung der Einsatzhöhen zu geben. Aus den zum Teil eher theoretisch geprägten Aussagen be-sonders der beiden vorangegangenen Kapitel sollen, soweit nicht dort bereits gesche-hen, ein Satz griffiger und praxisgerechter Aussagen formuliert werden, die zur An-wendung des Hi-Lo-Systems unter echten Casino-Bedingungen taugen.

Dazu werden Fragen gestellt und später beantwortet, fiktive Spiele durchgearbeitet, eine Fülle von Abbildungen und Skizzen diskutiert und dabei immer wieder auf Er-fahrungen des Autors Bezug genommen. Den Sahnetupfer dieses Kapitels bildet das Durchspielen eines ganzen Schlittens, zu dem dem Autor dann doch die eine oder an-dere Frage an den Leser eingefallen ist ...
An dieser Stelle darf der Hinweis auf ein geeignetes Übungsbuch für den vollkomme-nen Anfänger nicht fehlen [COR2].

Nach ein paar Schlussbemerkungen wird ein Anhang mit einer Betrachtung von Son-der-Wetten, der Auflösung ausgewählter Übungsaufgaben, einer Liste der deutschen Spielbanken mit „großem Spiel“, einem Glossar sowie einer „Material“-Liste dieses Buch beschließen.

Zum Abschluss dieser Einleitung sei noch auf eine naheliegende Frage eingegangen, die sich sicherlich mancher Leser stellen wird: Wieso gibt es das Black Jack überhaupt noch, wenn man es schlagen kann, wieso haben es die Spielbanken nicht längst abge-schafft? Die Antwort ist ganz einfach: Sie verdienen immer noch genug daran. Zum einen scheinen viele Spieler, gerade auch die „erfahreneren“, gar nichts dazulernen zu wollen. Viele Spieler, mit denen der Autor meist recht übersichtliche Gespräche ge-führt hat, haben deutlich, z.T. drastisch, gezeigt, dass sich ihr Interesse an einer opti-malen Strategie in engen Grenzen hält. Diese Spieler beharren offenbar auf ihren lang-jährigen Spielweisen. Dass sie ohne Kenntnis selbst der Basisstrategie langfristig ihr Geld zur Spielbank tragen, liegt auf der Hand.

Leider muss aber auch erwähnt werden, dass der Gebrauch von Mischmaschinen die Attraktivität der Blackjack-Tische für Card Counter nicht gerade erhöht hat.
Was zumindest genauso wichtig zu sein scheint, zeigen Beobachtungen in den USA, denen zufolge die Casinos seit Verbreitung der Bahn brechenden Arbeiten über Ge-winnsysteme mehr Gewinne erzielt haben als vorher, obwohl die Spieler nach Lektüre der Bücher imstande sein müssten zu gewinnen. Offensichtlich haben etliche von ih-nen die Anleitungen nicht richtig verstanden oder nicht lange genug geübt. Dieser As-pekt wird von Anderson [AND2], der einen sehr guten Überblick über die internatio-nale Blackjack-Szene besitzt, ausführlich diskutiert.


Michael Rüsenberg:

Black Jack. Handbuch für Strategen. printul verlag. November 2003.

Alle Rechte beim Verlag. Nachdruck nur mit ausdrücklicher Genehmigung des verlags.



E-Mail: info@printul.de






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